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Checkliste: Worauf Sie vor dem Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung achten sollten.

Hier erhalten Sie einen Überblick über die wichtigsten Punkte die Sie beim abschliessen einer Berufsunfähigkeitsversicherung beachten werden müssen. Vom Leistungsumfang bis hin zur vertraglichen Gestaltung. Achten Sie nicht alleine auf die Höhe der monatlichen Prämie. Eine günstige Versicherungen nützt Ihnen nichts, wenn Sie im Fall einer Berufsunfähigkeit keine Leistungen erhalten!

1. Zeitpunkt und Umfang der Leistungen:


Wann sollten Sie die Berufsunfähigkeitsversicherung abschliessen?

  • Am günstigsten ist es für Sie sich so früh wie möglich zu versichern, denn die Höhe der Prämie steigt mit zunehmendem Alter überdurchschnittlich stark an.

Welche Höhe sollte die BU-Versicherung für den Schadensfall haben?

  • Tendenziell ist es sinnvoll die Versicherung in Höhe Ihres aktuellen Nettoeinkommens abzuschliessen. Das ist jedoch nicht bei allen Versicherungsgesellschaften möglich.

Bis zu welchem Alter sollte die Versicherung laufen?

  • Möglichst bis zum Alter von 65 Jahren. Jüngere Personen sollten sich entsprechend dem steigenden Rentenalter bis zu einem Alter von 67 Jahren absichern. Immer mehr Versicherer, bieten einen Schutz bis zu 67 Jahren an.

2. Wichtig: Die Versicherungsbedingungen der Berufsunfähigkeitsversicherung:


  • Achten Sie auf einen „verkürzten Prognosezeitraum“ von 6 Monaten, welchen inzwischen fast alle Gesellschaften anbieten. Ansonsten müsste, (entsprechend der gültigen Rechtssprechung) ein Arzt einen Beeinträchtigungszeitraum von mindestens 3 Jahren prognostizieren um als Berufsunfähig zu gelten.
  • Ratsam ist eine volle Leistungszusage ab 50% Berufsunfähigkeit. Ist in den Bedingungen als Leistungsfall nur eine vollständige Berufsunfähigkeit oder nach Einschränkungsgraden abgestufte Leistung vorgesehen, sollte die Versicherungsprämie entsprechend deutlich niedriger ausfallen.
  • Es sollte durch die Versicherungsgesellschaft unbedingt auf eine abstrakte Verweisung verzichtet werden. Das bedeutet, dass der Versicherte nicht auf einen anderen theoretisch möglichen „angemessenen Beruf“ verwiesen werden kann, in welchem er arbeiten könnte. Die Versicherung müsste dann im Schadensfall nicht zahlen – unabhängig davon ob eine solche Arbeitsstelle tatsächlich erlangt werden kann.
  • Im Vertrags sollte die Versicherung Ihr Rücktrittsrecht wegen (versehentlich) falscher Angaben durch den Kunden beim Vertragsschluss auf 5 Jahre oder kürzer begrenzen.
  • Die Versicherung sollte im Vertrag vollständig auf den §41 des Versicherungsvertragsgesetzes verzichten, welcher besagt, dass die Versicherung vom Vertrag zurücktreten kann oder die Prämie erhöhen darf, sofern ein erhöhtes Risiko beim Vertragsbeginn vorgelegen hat von welchem der Kunde keine Kenntnis hatte.

Weitere vorteilhafte vertragliche Gestaltungen:

  • Eine ununterbrochene sechsmonatige Berufsunfähigkeit, welche nicht als solche (an-)erkannt wurde, gilt als „Fortdauer des Zustandes der Berufsunfähigkeit“. Ist nichts anderes vereinbart worden, so besteht erst ab diesem Zeitpunkt eine Leistungspflicht durch die Versicherung. Es ist daher ratsam, dass im Vertrag für diesen Fall eine rückwirkende Leistung für die ersten 6 Monate vereinbart ist.
  • Eine verspätete Meldung der Berufsunfähigkeit gegenüber der Versicherung sollte am besten für etwa 3 Jahre möglich sein ohne den Zahlungsanspruch für den Zeitraum zu verlieren ab welchem die Berufsunfähigkeit festgestellt wurde.
  • Weltweiter Gültigkeitsbereich des Versicherungsschutzes.

3. Beim Ausfüllen des Vertrags ist folgendes zu beachten:


Die Fragen sollten verständlich und eindeutig formuliert sein um Missverständnisse zu vermeiden. Besonderes Augemerk ist auf die folgenden zwei Punkte zu richten.


    Die Gesundheitsfragen:

  • Beim Ausfüllen des Antrages ist der Versicherungsnehmer verpflichtet, alle ihm bekannten gefahrerheblichen Umstände (z. B. Beruf, Alter, Vorerkrankungen, usw.) vollständig und wahrheitsgemäß anzugeben (vorvertragliche Anzeigepflicht). Verletzt der Versicherungsnehmer diese Pflicht, gefährdet er seinen Versicherungsschutz und der Versicherer kann seinerseits vom Vertrag zurücktreten oder ihn anfechten – auch noch Jahre später.

    Der Ausgeübte Beruf:

  • Für die Versicherung ist der tatsächlich ausgeübte Beruf entscheidend (nicht der erlernte Beruf). Geben Sie auch Nebenberufe auf jeden Fall mit an. Selbst wenn Sie nicht ausdrücklich dazu aufgefordert werden.


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Häufige Fragen zum Thema Berufsunfähigkeitsversicherungen:

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Die wichtigsten Informationen auf einen Blick:

1. Grundlagen der BU-Versicherung - Was ist eine Berufsunfähigkeitsversicherung?

2. Definition Berufsunfähigkeit - Wann ist man nach den Versicherungsbedingungen berufsunfähig?

3. Die Leistungen der BU - Welche Leistungen bietet eine Berufsunfähigkeitversicherung?

4. Die Beitragshöhe in der BU - Wie bestimmen Berufsunfähigkeitsversicherungen die Beiträge?

5. Die beste BU Versicherung finden - Wie finden Sie den besten Anbieter und das passende Produkt?